Ein Haus des Lernens und Lebens

Feier zum 50-jährigen Bestehen der Saulheimer Grundschule / Kinder führen Musical auf


Schulchor und Tanz-AG der Grundschule sorgten bei der Festveranstaltung mit ihrem Musical für farbige Tupfer. Dafür gab´s Riesenapplaus.                                                                    
          Vom 31.05.2008

 

SAULHEIM Mit einer großen Festveranstaltung im Bürgerhaus feierte die Grundschule am Kapellenberg ihr 50-jähriges Bestehen.

Von Bergund Hilgers

 

Riesen-Applaus ernteten die Kinder aus Schulchor und Tanz-AG, die den Auftakt mit der Musical-Aufführung "Tuishi pamoja" machten. Sie erzählten, spielten und sangen die Geschichte vom Giraffenkind Raffi und dem Zebrakind Zea und ihren Herden, die nach einem Löwenangriff ihre Vorurteile und alten Gewohnheiten über den Haufen werfen und Freunde werden.

 

Achtung und Toleranz

"Wir wollen zusammen in Freundschaft leben: So heißt der Titel, und das entspricht auch dem Leitbild unserer Schule -  ein harmonisches, vertrauensvolles Miteinander in gegenseitiger Achtung und Toleranz", erläuterte Schulleiter Josef Hulten. "Ihr wart einfach Spitze." Er gab in seiner Rede einen Rückblick auf die Entwicklung der Grundschule, die "ein festes Fundament für die weiterführende Bildung" sein müsse und als "Haus des Lernens und Lebens ganzheitliche Lernprozesse vermitteln" solle. Auch Regierungsschulrat Jürgen Weis zeigte sich beeindruckt vom Auftritt der Kinder. "Das war cool", drückte er es in Schülersprache aus und betonte außerdem die lebendige Atmosphäre, die die "Wohlfühlschule" Saulheim präge. Das zeige sich unter anderem in der Verweildauer und Kontinuität innerhalb des Kollegiums und der Schulleitung, die immer "mit Herzblut und Engagement mit den Kindern und für die Kinder arbeiten".

Bürgermeister Markus Conrad gratulierte im Namen des Schulträgers, der Verbandsgemeinde Wörrstadt, zum Jubiläum und hob in seiner Rede die zunehmende Veränderung der Aufgaben von Schule hervor. Man solle die Schule dabei nicht allein lassen und die Anforderungen an die Kinder nicht zu groß gestalten, sondern eher nach dem afrikanischen Sprichwort agieren: "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen."

 

 

"Immer gern gesehen"

Ortsbürgermeister Walter Klippel sprach von einer "Erfolgsstory" der Grundschule Saulheim, die einen hervorragenden Ruf habe. Saulheimer Schüler seien auf den weiterführenden Schulen immer gern gesehen. Er bedankte sich bei Josef Hulten mit einem Scheck für die Auslagen des Jubiläums und versprach weitere Unterstützung durch die Gemeinde.

Schulelternsprecherin Isabel Neubauer hob neben materiellen Anforderungen wie einem gut ausgestatteten Schulhaus und Platz für Sport und Spiel vor allem eine intakte Schulgemeinschaft sowie eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus hervor. Und Anke Gersie, Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer der Grundschule, versprach weiterhin die Unterstützung des Fördervereins für kommende Projekte. "Unmögliches erledigen wir sofort, die Wunder brauchen eventuell ein bisschen länger", sagte sie und berichtete über Pläne für ein Freiluftklassenzimmer, das wahrscheinlich bald realisiert werden könne.